Ich gebe zu, ich bin ein Meilennerd und bei mir ist ganz klar der Weg bzw. der Prozess das Ziel. Airberlin schmeißt derzeit mit Meilen nur so um sich und wenn wir mal ehrlich sind, sind die Meilen nicht besonders viel wert. Die Tatsache, dass sie gerade einfach nur so rausgehauen werden, prophezeit umso mehr, dass sie bald noch viel weniger wert sein werden.

Mit den Statusmeilen kann man vielleicht noch ein Match machen. Die Prämienmeilen haue ich seit Monaten regelmäßig raus, Gelegenheiten gibt es ja genug. Vielfach sind Airberlin Tickets aber auch so schon so günstig, dass sich das Eintauschen der Meilen gar nicht wirklich lohnt. Ein Grund mehr, warum es für mich viel befriedigender ist zu sehen, dass das, was ich tue, funktioniert. Das Ziel (Meilen direkt gegen Flüge eintauschen) ist dabei für mich zweitrangig.

Daher heute eine kleine Liste mit ausgefallenen Möglichkeiten, um Meilen zu sammeln.

Manufactured Spending mit Gutscheinkarten

Eine beliebte Möglichkeit, um Meilen zu sammeln ist die Airberlin Kreditkarte. Hier erhält man pro ausgegebene zwei Euro eine Meile. Bei der Business und der Comfortcard gibt es sogar einen Euro pro Meile. Manufactured Spending bezeichnet einen Prozess, bei dem man Geld von der Kreditkarte nur ausgibt bzw. von der Kreditkarte »transferiert«, um Meilen zu generieren. Man kann das zum Beispiel über Paypal machen oder andere Anbieter. Dabei fallen meistens Gebühren an. Viele Einkaufszentren bieten allerdings Gutscheinkarten an, deren Restwert in bar ausgezahlt wird.

Man kauft also eine Gutscheinkarte über 100 Euro und hat somit 100 Meilen generiert, dann kauft man etwas für 1 Euro und lässt sich die Differenz des Gutscheinwertes bar auszahlen. Funktioniert nicht in allen Einkaufszentren, also sollte man mit einem kleinen Betrag starten. Anschließend kann man 10×100 Euro Gutscheinkarten oder 10×250 Euro Gutscheinkarten kaufen und 10 x 1 Euro für wertlosen Plunder ausgeben.

Die Baur Versandkostenflatrate

Airberlin arbeitet mit einigen Onlineshops zusammen und wenn man dort – über den Meilenpilot kauft, erhält man Cashback in Form von Meilen. Airberlin erhält dabei einfach Affiliateprovision, die sie an den Endkunden als Meilen teilweise weitergeben. Bei den meisten Shops erhält man pro ausgegebenen Euro 1 oder 2 Meilen. Bei BAUR erhält man allerdings 500 Meilen pro Einkauf. Allerdings kommen bei BAUR jedes Mal Versandkosten dazu. Die kann man umgehen, indem man für 15 Euro die BAUR Versandkostenflatrate abschließt. Damit erhält man für ein Jahr versandkostenfreie Lieferungen. Anschließend muss man nur noch regelmäßig auf die Bauerseite gehen und auf »sortieren nach: Preis aufsteigend« klicken. Dann kauft man wertlosen Plunder für 1-2 Euro und lässt ihn sich versandkostenfrei zuschicken. Jedes Mal bekommt man 500 Meilen gutgeschrieben.

Hauspartys zum Meilengenerieren

Zugegeben der letzte Tipp ist mit etwas »sozialer Arbeit« verbunden. In Anbetracht dessen, was Airberlin Meilen wert sind, lohnt es sich nicht. Aber ich finde es trotzdem lustig. Daher sei folgendes gesagt: Bei Lieferando bekommt ihr 2 Meilen pro ausgegebenen Euro.

Angenommen du machst jeden Freitag und jeden Samstag eine Party, zu der du 10 Leute einlädst und ihr bestellt jedes Mal Pizza für durchschnittlich 10 Euro pro Person. So kommst du auf: 800 Euro monatlichen Lieferando Umsatz. 1.600 Meilen. Bezahlst du mit der Airberlin Kreditkarte und lässt dir von deinen Freunden das Geld passend in bar geben (in der wirklichen Welt wird es natürlich niemand passend dabei haben), erhöhst du auf 2.400 Meilen pro Monat.

Das ist schon fast ein Schnäppchenticket plus Steuern und Gebühren. Viel Spaß dabei dir auszurechnen, wie viele Pizzen deine Freunde für ein USA RETURN Businessclass Ticket fressen müssen. Spoiler: Sie werden fett.

Der passive Meilenkreislauf

Wenn du wirklich Langeweile hast und/oder intellektuell unterfordert bist, empfehle ich dir meinen Artikel zum passiven Meilenkreislauf. Dort erfährst du, wie du eine sich selbst finanzierende Meilenstrategie aufbaust.

Sam
 

Ich bin Sam, 27, Reisender und zur Zeit "obdachlos auf ganz hohem Niveau". Ich habe mal sehr viel Geld mit eBooks verdient, bis Amazon es mir verboten hat.

Click Here to Leave a Comment Below 1 comments
Fridolin - 22. März 2017

Kannst Du einen Tip geben, welchen Artikel es für 1 – 2 Euro auf baur.de gibt? Ich finde leider nur Artikel mit Minimalpreis von 4 – 5 Euro. Danke & viele Grüße, Fridolin

Reply

Leave a Reply: