Die zweite Renaissance


Ian Goldin und Chris Kutarnas ‚Die zweite Renaissance‘ ist ein Buch, das mich auf abenteuerlichen Reisen zum Haitauchen und auf Safari begleitet hat. Mein Dank gilt dem Finanzbuch Verlag, der mir dieses Werk als Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte. Meine Begeisterung für dieses Buch war enorm, denn es erwies sich als eine wahre Perle in meiner Sammlung.

Das Buch zieht faszinierende Vergleiche zwischen unserer heutigen Zeit und der Epoche von 1450 bis 1550, der Zeit der Renaissance. Es beleuchtet die revolutionäre Erfindung der Druckerpresse durch Johannes Gutenberg und die daraus resultierenden tiefgreifenden Veränderungen in der Kommunikation. In den ersten 50 Jahren nach der Erfindung des Buchdrucks wurden 15 bis 20 Millionen Bücher gedruckt – eine beeindruckende Zahl, die weit über das hinausgeht, was alle Schreiber Europas seit dem Ende der römischen Antike produziert hatten.

Interessant sind auch die gezogenen Parallelen zwischen dem heutigen Freihandel und den damals entstehenden Handelsbeziehungen. Das Buch bietet eine reiche Lernquelle über historische Ereignisse wie die Seidenstraße und Magellans Weltumrundung. Es beleuchtet auch, dass das Wissen um die Kugelgestalt der Erde bereits in der Antike vorhanden war, aber über die Jahre in Vergessenheit geriet.

Besonders beeindruckend fand ich die hohe Informationsdichte des Buches. Es hat bei mir den perfekten Mittelweg zwischen leichter Verständlichkeit und umfassender Informationsfülle getroffen, eine Balance, die nur wenige Bücher erreichen. ‚Die zweite Renaissance‘ ist nicht nur ein Fenster in die Vergangenheit, sondern auch ein Spiegel unserer heutigen Gesellschaft und ihrer Entwicklungen. Es ist ein Buch, das nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch zum Nachdenken anregt und zeigt, wie die Vergangenheit unsere Gegenwart formt.