Jeden Freitag neue Buchtipps

Es gibt nicht viel Regelmässigkeit in meinem Leben. Eigentlich gar keine. Aber eins ist sicher: Jeden Freitag schreibe ich eine Mail an meine Kontakte, in denen ich ihnen for free mindestens einen guten Buchtipp gebe zusammen mit der Info, wieso dieses Buch oder die Bücher für mich so wertvoll sind. Eintragen lohnt sich.


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Ein simpler Trick für mehr Produktivität

Jeden Freitag verschicke ich eine Email mit Buchtipps an meine Kontakte. Dieser Blogpost ist ein archivierter Buchtipp. Wenn du auch kostenlos aktuelle Tipps per Mail erhalten möchtest, kannst du dich hier anmelden.

Hey,

erstmal vielen Dank für die vielen Mails zu meiner Augen OP und die vielen Besserungswünsche. Ja, wie soll ich sagen inzwischen läuft es mit meinen Augen gut. Aber auf die OP hätte ich echt verzichten können. Irgendwie hat die Betäubung bei einem Auge besser gewirkt, als beim anderen.

Aber inzwischen ist alles gut.

Da die Woche sonst nicht so spannend war (wir waren noch mal in Hannover und haben ein paar spannende Kontakte getroffen, davon erzähle ich euch aber ein andern mal im Blog oder hier in der Mail), möchte ich heute mal etwas konzentrierter Value raushauen und euch gute Produktivitätstipps mitgeben.

Das Ganze basiert auf meiner Erfahrung der letzten Jahre. Denn dafür, dass ich vom Sternzeichen „arbeitsscheuches Gesindel“ bin, laufen einige Sachen bei mir doch ganz gut und ich denke diesen Erfolg habe ich einigen dieser Strategien zu verdanken.

Mein Tipp: Ablenkungen vermeiden

Ich habe die Aufmerksamkeitsspanne eines Goldfisches. Das ist kein Geheimnis. Ich bin außerdem extrem faul. Ich habe in der Vergangenheit sehr viel unternommen, um meine pathologische Faulheit in den Griff zu bekommen. Ich habe mich sogar mal hypnotisieren lassen und ein Hypnosetherapeut hat mich in Trance durch meine früheren Leben geführt, um den Grund meiner Faulheit zu finden. Und was soll ich euch sagen? Ich bin faul seit 1725!

Aber ich habe rausgefunden, dass meine „Unlust“ oder das systematische Prokrastinieren viel damit zu tun hat, dass mir nicht klar ist welche Aufgabe ich zuerst machen soll. Mein Fokus springt von einer Aufgabe zur anderen. Das ist besonders so, wenn um mich herum viele – ich nenne es mal – Reize sind. Also typische Ablenkungen. Deswegen verfolge ich die Strategie Ablenkungen – während ich arbeite, lerne oder etwas anderes mit Fokus mache – abzuschalten.

Für mich ist es wichtiger, dass ich 1 Stunde am Tag wirklich 100% geben kann, statt 12 Stunden am Tag auf Sparflamme an etwas rumzuwerkeln. Denn ich kriege sehr schlechte Laune, wenn ich das Gefühl habe, dass ich meine Zeit verschwende.
Deswegen mache ich folgendes:

– Ich habe auf meinem Handy alle Apps in – grob – vier Kategorien eingeteilt: 1. Apps die ich tatsächlich zum Arbeiten brauche, 2. Apps die ich zumindest gelegentlich zum Arbeiten oder für andere sinnvolle Sachen brauche 3. Apps, deren Nutzung ich genieße und die für mich Quality Time bedeuten (die ich aber häufig nicht benutze, weil ich es einfach vergesse) 4. Zeitverbrennungsmaschinen

Auf dem ersten Screen sind nur Apps aus der Kategorie 1 und 3.

In meinem Fall sind das die Folgenden:

– Forest (ich hab unten was dazu verlinkt)
– aTimeLogger (ebenfalls siehe unten)
– Memrise (Kategorie 3; das ist eine App mit der man z.B. Vokabeln lernen kann)
– Kalender
– Google Maps (nicht für die Arbeit, aber da ich auch den Orientierungssinn eines Goldfisches habe finde ich mich ohne nicht mal in meiner Wohnung zurecht)
– Wallet
– Udemy
– Evernote
– iBooks
– Taschenrechner
– Dropbox

Außerdem sind im Dock unten 1Password, Chrome, Spotify und Audible

Ich verbanne auch Telefon, Mail, Nachrichten, Kamera auf eine hintere Seite. Einfach weil ich sie nicht zum Prokrastinieren nutzen möchte.

Whatsapp, Facebook, Snapchat, Instagram usw sind bei mir auf der letzten Seite. Die Screens davor hab ich jeweils thematisch zusammengestellt zB einen mit Reisen (Uber, Miles and More, Währungsumrechner, myTaxi, Bahn usw) oder einen mit Bankingapps usw. erst ganz hinten kommen die Zeitverbrennungsmaschinen.

Du wirst nicht glauben wie produktiv du allein dadurch wirst, dass deine potenziellen Ablenkungen dich nicht ständig anstarren.

Man geht so oft einfach aus Gewohnheit in Whatsapp oder die Facebook App rein. Du entsperrst dein Handy, weil du ne Adresse bei GoogleMaps suchst und zack denkst du dir: Oh eine neue Benachrichtung bei Facebook und wow ein Katzenvideo 5 Stunden später: Was wollte ich noch mal auf GoogleMaps?

Das ist auch der Grund, wieso ich die Benachrichtigungen ausgestellt habe. Nur ganz wenige Apps dürfen mir überhaupt Benachrichtigungen senden. Facebook, Whatsapp und Instagram gehören nicht dazu.

Ich schaue da ab und zu rein. Aber eben nicht immer. Die Welt geht nicht davon unter, wenn ich mal ne Stunde nicht bei Facebook zurückschreibe.

Eine App, die ich ebenfalls sehr häufig nutze, um Ablenkungen zu vermeiden ist Forest. Zu Forest und aTimeLogger habe ich auf meinem Blog einige Artikel verfasst. Schau dazu am Besten einfach mal hier: Wie ich meine Konzentration EXTREM verbessert habe  und hier Wieso Zeitmanagement BULLSHIT ist!

So nun zum Buchtipp.

Ich hab ja vorhin schon gesagt: es wird alles einfacher, wenn du die Versuchung bzw. Ablenkung nicht ständig vor dir hast.

Ich kann das zwar aus meiner persönlichen Erfahrung bestätigen, doch jemand anders hat es noch viel besser erforscht. Dieser jemand ist Walter Mischel ein amerikanischer Psychologe, der mit Kindern ein einfaches Experiment gemacht hat. Die Kinder konnten sich entscheiden zwischen einem Marshmallow, den sie sofort haben konnten oder zwei Marshmallows, wenn sie warteten bis der Versuchsleiter nach einer unbestimmten Zeit zurückkam. Später verglich er den persönlichen Erfolg der Kinder in der Schule/Uni/Arbeit mit den Ergebnissen aus dem Kindergarten und fand heraus: Wer schon als Kind Belohnungen hinauszögern konnte, der ist auch später viel erfolgreicher.

Bei seiner Arbeit fand er außerdem heraus, dass Kinder, die darin erfolgreich sind bestimmte Strategien anwenden. Unter anderem stellten sie sich vor, der Marshmallow vor ihren Augen sei kein echter, sondern nur ein Bild eines Marshmallows. Dazu stellten sie sich vor, dass ein Rahmen drum herum wäre. Andere Kinder schauten einfach in eine andere Richtung usw.

Wer das drauf hat, der schreibt bessere Noten, hat stabilere Beziehungen, verdient mehr Geld. Erstaunlich, dass es so einfach ist. Aber hey: die meisten Dinge, die wirklich gut funktionieren sind einfach!

Das Buch ist wirklich gut. Ich habe es Ende 2016 gelesen und war begeistert hier ein Empfehlungslink zu Amazon: http://amzn.to/2xul5Za

Liebe Grüße und viel Spaß damit

Sam

P.S.: Wenn dich die restlichen meiner Produktivitätsstrategien interessieren, dann schau doch mal hier: https://www.samfeuerstein.com/willensstaerke-trainieren/

Sam
 

Ich bin Sam, 27, Reisender und zur Zeit „obdachlos auf ganz hohem Niveau“. Ich habe mal sehr viel Geld mit eBooks verdient, bis Amazon es mir verboten hat.