Jeden Freitag neue Buchtipps

Es gibt nicht viel Regelmässigkeit in meinem Leben. Eigentlich gar keine. Aber eins ist sicher: Jeden Freitag schreibe ich eine Mail an meine Kontakte, in denen ich ihnen for free mindestens einen guten Buchtipp gebe zusammen mit der Info, wieso dieses Buch oder die Bücher für mich so wertvoll sind. Eintragen lohnt sich.


Schreib mir bitte

Hey Macarena, hosenlos in Nürnberg

Jeden Freitag verschicke ich eine Email mit Buchtipps an meine Kontakte. Dieser Blogpost ist ein archivierter Buchtipp. Wenn du auch kostenlos aktuelle Tipps per Mail erhalten möchtest, kannst du dich hier anmelden.

Hey, 

heute schreibe ich dir etwas früher, weil ich glaube, dass ich später nicht dazu in der Lage sein werde. 

Denn heute mittag bekomme ich die Augen gelasert.

Es hieß zwar, dass man abends schon wieder am PC arbeiten könnte, aber laut vieler Horrorpostings im Internet soll es teilweise selbst Tage danach noch recht anstrengend sein.

Wir dürfen also gespannt sein.

Noch lustiger ist aber, dass die OP bei vollem Bewusstsein durchgeführt wird und ich deswegen in der Klinik vorher HappyPills bekomme.

An dieser Stelle herzliches Beileid an meine liebe Freundin Nina, die mich nach der OP über eine Stunde mit dem Auto nach Hause fahren darf.

Ich habe noch nie sowas genommen, aber ich stelle mir vor, dass das für mich sehr lustig und für alle anderen sehr anstrengend wird.

Gut, dass ich in meinem Spotify noch eine 90er Playlist mit Evergreens

wie Macarena oder Mambo No 5 abgespeichert habe,

die wir uns später auf dieser Autofahrt alle anhören werden und ich werde laut mitsingen,

um danach zu meiner Gesamtaufnahme von Mozarts Don Giovanni überzugehen,

bei der ich auch laut mitsingen werde! Glaubt mir: ihr wollt nicht mit Nina tauschen.

(Woher ich so genau weiß, dass es darauf hinausläuft?

Ich habe viele Erfahrungsberichte darüber, dass Leute mich vom Flughafen abholen mussten,

nachdem ich mich in der Lounge oder auf dem Flug richtig abgeschossen habe.

Gerüchten zu Folge, wollte ich mal am Flughafen Nürnberg auf der Rolltreppe meine Hose ausziehen!)

Ich will dir aber vorher noch etwas erzählen,

was ich als jahrelanger Kontaktlinsenträger gelernt habe.

Denn das Ding ist, dieser ganze Dreck mit den Kontaktlinsen usw

hat mir eine sehr wichtige Sache über das Leben beigebracht,

die sich in der Form schon in tausend anderen Situationen bestätigt hat.

Als ich das erste Mal Kontaktlinsen reinmachen wollte habe ich über 20 Stunden gebraucht!

Das ist mein scheiß ernst! Ich habe am ersten Tag ca. 10 Stunden vor dem Spiegel gestanden

und versucht die Dinger reinzumachen, vergebens, ich habe am zweiten Tag etwa 8 Stunden gebraucht

und am dritten Tag habe ich es noch mal für ein paar Stunden versucht.

Es war eigentlich ganz einfach, ich habe nur irgendwie immer zu weit oben mein Auge angefasst

und es so nicht richtig aufziehen können.

Das Ding ist nun. Der Tag, an dem ich das erste Mal Kontaktlinsen reingekriegt habe,

war einer der besten in meinem Leben. Ich hab die Dinger super vertragen und alles war geil.

Meine Lebensqualität wurde dadurch etwa 400% gesteigert!

Fast drei Jahre später hatte ich das erste Mal ein „Problem“ mit einer Kontaktlinse.

Ich hab sie in meinem Auge verloren.

Es war Dezember 2016 und Nina und ich waren auf ner Weihnachtsfeier.

Ich bin mir mit der Hand über das Gesicht gefahren und plötzlich war sie weg.

Sie steckte irgendwo über meinem Auge und kam nicht mehr raus.

Wir sind dann in die Augenklinik gefahren, wo ein Arzt Bereitschaftsdienst hatte.

Er hat 30 Sekunden gebraucht um sie rauszufummeln.

Das Ding ist jetzt folgendes:

Wäre mir dieses Erlebnis direkt am Anfang passiert,

hätte ich wohl nie wieder Kontaktlinsen getragen.

Aber dadurch, dass ich vorher so viele positive Erlebnisse gesammelt habe,

hat sich mein Glaubenssatz: „Kontaktlinsen sind gut“ gefestigt. 

Glaubenssätze sind am Anfang wie Spinnweben und nach einiger Zeit wie Drahtseile. 

Wenn du einen neuen Glaubenssatz hast, dann fällt es dir anfangs sehr schwer darauf zu vertrauen.

Doch mit jedem Mal, dass sich dieser Glaubenssatz bestätigt

(das waren in meinem Fall die vielen Male, dass ich Kontaktlinsen getragen habe und es super lief!)

wird er fester und fester. 

Wenn dann irgendwann eine Situation auftritt, in der der Glaubenssatz sich nicht bestätigt,

bewerten wir das ganz anders. Nach dem ich die Kontaktlinse verloren habe sagte ich zu mir selbst:

„Na ja sowas kann halt mal passieren, war doch gar nicht so schlimm“ 

Doch wäre mir das direkt am ersten Tag passiert, hätte ich wohl gesagt:

„Verdammt, ich werde das nie wieder tun. Das ist ja scheiße gefährlich. Wer kommt auf so eine kranke Idee sich Plastik ins Auge zu stecken!?“

Und so ist es mit allem im Leben.

Es gibt eine Sache, die ich wirklich gelernt habe. Über Business, Lifestyle, Whatever: Du musst daran glauben!

Wissen ist das eine und ja klar Wissen ist Macht.

Doch wenn du nicht daran glaubst bzw. darauf vertraust,

dass deinen Handlungen bestimmte Taten folgen, dann wirst du ein ewiger Theoretiker bleiben.

So geht es vielen Jungs z.B. bei PickUp. Sie wissen unheimlich viel. Sie haben die Theorie.

Doch sie glauben nicht daran, dass es wirklich funtkioniert.

Deswegen sitzen sie lieber zu Hause und probieren nichts aus. Sie analysieren die Situationen aus der Ferne.

Tief in ihrem Inneren haben sie Zweifel.

Sie glauben nicht daran, dass es auch bei ihnen funktioniert.

Denn wenn sie dran glauben würden, dann könnten sie es ja einfach probieren.

Natürlich rationalisieren sie diese Zweifel.

Sie sagen: „Ach das klappt bei mir nicht, weil ich zu alt dafür bin oder zu jung oder zu klein oder zu dick“

aber in Wirklichkeit haben sie einfach nicht das Vertrauen darauf, die Sachen auszuprobieren. 

Im Business ist es oft ganz genau so. Viele Leute, die ich kennen wissen theoretisch genau, was sie machen müssen, um cash zu machen.

Doch statt es endlich zu tun, sitzen sie lieber zu Hause und denken ewig darüber nach.

Sie spielen im Kopf alles theoretisch durch, doch sie setzen es nicht um.

Weil sie nicht wirklich daran glauben, dass ihren Handlungen

tatsächlich bestimmte Ergebnisse Folgen werden und dann ist ihnen der Einsatz zu hoch.

Ich glaube das Beste, was man tun kann,

um dauerhaft erfolgreich zu sein ist, zu verstehen, dass auf Ursachen Ergebnisse folgen.

Ein gutes Buch, das ich 2016 gelesen habe ist: 

Die neue Psychologie der Zeit: und wie sie Ihr Leben verändern wird: http://amzn.to/2ge00yA

Es beschreibt, wie Menschen mit Zeit umgehen, also in was für einer „Zeitperspektive“ sie leben.

Um das Interessanteste Vorweg zu nehmen:

In dem Buch kannst du sogar einen Test machen, um rauszufinden, in welcher Zeitperspektive du lebst. 

Das Spannende ist, dass erfolgreiche Menschen allgemein stärker in die Zukunft denken,

als weniger erfolgreiche Menschen.

Das heißt sie entscheiden heute was sie tun, abhängig davon, was ihnen das in einigen Jahren bringt!

Das soll nicht heißen, dass es nicht auch cool ist heute ne Pizza zu essen,

einfach weil du heute Bock auf Pizza hast. und btw weißt du gar nicht,

ob du in ein paar Jahren noch lebst, also iss die Pizza lieber wenn du Bock drauf hast.

Aber ich glaube du hast trotzdem verstanden, was ich dir sagen will:

Für deinen Erfolg ist ausschlaggebend, was du heute tust.

Und bei deinen Glaubenssätzen ist es wichtig,

dass du heute anfängst „positive Referenzerlebnisse“ also Bestätigungen dafür zu sammeln.

Damit du lernst darauf zu vertrauen, damit du weißt, dass deinen Handlungen Ergebnisse Folgen werden.

Jede Wirkung lässt sich auf eine Ursache zurückführen und Erfolg fällt nicht einfach so vom Himmel.

Erfolg ist das Ergebnis von etwas, was du in der Vergangenheit getan hast. 

So, die Playlist ruft

Sam

P.S.: Wenn du dir mal die Augen hast lasern lassen oder jemanden kennst,

der es gemacht hat: schreib bitte mal auf die Mail zurück und verrate mir,

wann du bzw. diese Person wieder richtig gut sehen konnte! Danke!

P.P.S.: Finn hat mir geschrieben, dass die Formatierung

meiner Mails bei ihm immer über den ganzen Bildschirm geht.

Deswegen hab ich diesmal versucht das n bisschen anders zu formatieren.

Schreib mir doch mal bitte noch mal, ob es jetzt besser ist.

Wenn jemand anderem was auffällt, was die mail schwer lesbar macht:

bitte kurz Bescheid sagen. Danke! 

Sam
 

Ich bin Sam, 27, Reisender und zur Zeit „obdachlos auf ganz hohem Niveau“. Ich habe mal sehr viel Geld mit eBooks verdient, bis Amazon es mir verboten hat.