Jeden Freitag neue Buchtipps

Es gibt nicht viel Regelmässigkeit in meinem Leben. Eigentlich gar keine. Aber eins ist sicher: Jeden Freitag schreibe ich eine Mail an meine Kontakte, in denen ich ihnen for free mindestens einen guten Buchtipp gebe zusammen mit der Info, wieso dieses Buch oder die Bücher für mich so wertvoll sind. Eintragen lohnt sich.


Schreib mir bitte

Malcolm Gladwell

Hey,

erinnerst du dich noch daran, wie die letzte Email begonnen hat? Falls nicht, hier noch mal der Anfang der Mail von letzter Woche:
Am Abend des 18. Aprils 1775 sattelten zwei Männer ihre Pferde und ritten in die Nacht hinaus. Der Silberschmied Paul Reverse und ein Gerber namens William Dawes. Beide verbreiteten die selbe Botschaft: Morgen würden die Briten in Lexington einmarschieren.

Reverse legte in zwei Stunden rund 20 Kilometer mit seinem Pferd zurück. Er klopfte in der Nacht an zahlreiche Türen, weckte die Menschen und forderte sie auf die Botschaft weiterzutragen. Immer mehr Amerikaner schlossen sich ihm an, sie ließen die Kirchenglocken läuten, bewaffneten sich mit Fackeln und verständigten in dieser Nacht noch so viele umliegende Ortschaften wie möglich. Die Botschaft verbreitete sich wie eine Epidemie. Um 01:00 Uhr Nachts erreichte sie bereits Lincoln in Massachussetts, wenig später das 65 Kilometer von Boston gelegene Andover. Als die Briten am Morgen des 19. April losmarschierten, stießen sie auf einen durchorganisierten Widerstand. Sie begannen eine Schlacht, die zur Amerikanischen Revolution wurde.

Doch obwohl Reverse und Dawes die selbe Botschaft mit sich trugen und etwa gleichschnell unterwegs waren, war Reverse mit seiner Nachricht deutlich erfolgreicher. Man kann ihn wohl als einen der ersten Influencer überhaupt bezeichnen. 

Ich hoffe beim Lesen ist in deinem Kopf ein Bild entstanden. Zumindest ging es mir so, als ich von dieser Geschichte (die ich oben allerdings in eigenen Worten zusammengefasst habe) das erste Mal in Tipping Point von Malcolm Gladwell gelesen habe.

Er erklärt in diesem Buch, was “normale Menschen” von sozialen Hubs unterscheidet. Warum sind manche Leute so gut vernetzt, dass sie Botschaften überall hin weitertragen? Wieso ist Selbstmord ansteckend? Genau so wie Rauchen unter Teenagern?

Zugegeben, die Bücher von Gladwell sind halt sehr populärwissenschaftlich (und glaub mir, du weißt nicht wie verächtlich man ein Wort aussprechen kann, bis du einen Akademiker das Wort ‘populärwissenschaftlich’ sagen hörst), aber lesen sich wirklich gut zwischendurch und bieten ein paar interessante Ansätze: http://amzn.to/2nVmKDb

Übrigens habe ich letztes Jahr schon einmal ein Buch von Gladwell empfohlen, nämlich: Der Überflieger. Wenn du ausführlich dazu etwas lesen möchtest schau doch mal meinen Blogpost dazu an: https://www.samfeuerstein.com/das-mindset-des-gewinners/

So abschließend möchte ich mich noch einmal bei euch bedanken, für die vielen Antworten, die ich jedes Mal auf meine Mails bekomme. Ich bin wirklich stolz darauf, dass die Liste inzwischen so groß geworden ist und dass sich doch so viele Leute dafür zu interessieren scheinen, was ich gern lese und welche Bücher ich weiterempfehlen kann.

Mein zuletzt gelesenes Buch (gestern Abend) war übrigens: Mollys Game. Die Biografie von Molly Bloom. Sie organisierte in L.A. und New York (verrate ich euch nächste Woche!) und ist damit verdammt reich geworden, zumindest so lange, bis das ganze Business den Bach runtergegangen ist. Ein wirklich interessantes Buch und ich glaube, dass die Story den Geschmack vieler meiner Leserinnen und Leser treffen würde, daher kann ich dir jetzt schon so viel verraten: Ich werde es nächsten Freitag vorstellen.

Wir sehen uns – spätestens in der Hölle.

Sam

Sam
 

Ich bin Sam. Bei mir dreht sich alles darum, wie ich Schwachstellen und Lücken finden kann, um mein Leben extravaganter zu gestalten. Ich lebe die meiste Zeit in Hotels oder auf einer Mittelmeerinsel. Ich mag Anzüge, Bücher und gutes Essen. Außerdem habe ich mal viel Geld mit eBooks verdient, bis Amazon es mir verboten hat!