Jeden Freitag neue Buchtipps

Es gibt nicht viel Regelmässigkeit in meinem Leben. Eigentlich gar keine. Aber eins ist sicher: Jeden Freitag schreibe ich eine Mail an meine Kontakte, in denen ich ihnen for free mindestens einen guten Buchtipp gebe zusammen mit der Info, wieso dieses Buch oder die Bücher für mich so wertvoll sind. Eintragen lohnt sich.


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Meilen generieren mit Affiliatelinks und Affiliateseiten

Vor einiger Zeit habe ich hier auf dem Blog über meinen so genannten „passiven Meilenkreislauf“ geschrieben. Ein Prozess, bei dem es darum geht Meilen aus Kreditkartenumsatz zu gewinnen. Bei Airberlin (Topbonus) funktioniert das sowohl für Prämienmeilen als auch für Statusmeilen. Der Trick bei diesem Kreislauf war es, mit möglichst wenig Aufwand ein Produkt zu schaffen (vorzugsweise ein digitales Produkt) und dann genau so viel Geld für Facebookwerbung auszugeben, dass man mit den Erlösen +/- 0 rauskommt. Zugegeben, das ist umständlich, langwierig und lohnt sich eigentlich nur, wenn man aus diesem Produkt noch weitere Benefits für seine Businessstrategie zieht. Beispielsweise Newsletterabonennten generiert, eine Imagekampagne fährt oder Ähnliches. Aber wenn man das eh tut, dann kann man die Facebookwerbung mit der dazugehörigen VISA Card bezahlen und pro Euro Umsatz sowohl eine Statusmeile als auch eine Prämienmeile generieren.

Zugegeben Airberlin ist nicht das attraktivste Meilenprogramm. Wer viel fliegt, weiß die Vorzüge von Miles&More zu schätzen. Aber das Airberlin Programm bietet (soweit ich das bisher überblicken kann) mehr Schlupflöcher. Die oben erwähnte Möglichkeit, durch Kreditkartenumsatz ein Statusupgrade zu erhalten ist eine davon. Aber Topbonus ist auch unheimlich flexibel, wenn es darum geht Meilen bei Partnern zu sammeln.

Meilen bei Einkäufen im Dutyfree, an Tankstellen oder in Hotels zu sammeln ist Gang und Gäbe. Auch das Tauschen von z.B. Paybackpunkten gegen Meilen o.ä. unterstützen bereits viele Programme, doch Topbonus gibt dem Sammler die Möglichkeit durch viele Onlineshops zusätzliche Meilen zu sammeln. Bspw. bei Douglas, bei Lieferando oder bei Amazon. Die Zuordnung funktioniert über eine Affiliateid. Das bedeutet, dass beim Anklicken auf den Link (mittels einer speziellen URL, die bestimmte Parameter enthält) ein Cookie gesetzt wird. Mit diesem Cookie kann der Websitebetreiber (bspw. Amazon) zuordnen, woher der Kunde kommt und demjenigen, der den Kunden zu ihm geschickt hat (in diesem Falle Airberlin) eine Provision gutschreiben. Der Einkauf des Kunden bleibt preislich gleich.

Dieses System ist eines der beliebtesten, wenn es darum geht Websites und Blogs zu monetarisieren. Auch Empfehlungen in Youtubevideos erfreuen sich dieser zusätzlichen Einnahmequelle und viele Websites insbesondere Preisvergleiche, wurden nur ins Leben gerufen, um die Seite mit Affiliatemarketing zu monetarisieren.

Amazon zahlt auf Produkte, die ein Kunde mittels Affiliatecookie (die Cookielaufzeit beträgt bei Amazon 24 Stunden. Alles, was in diesen 24 Stunden in den Warenkorb gelangt, wird für die Provision berechnet. Auch wenn der Affiliate ursprünglich auf ein ganz anderes Produkt verlinkt hatte) versehen sind, zwischen 1% und 10% Provision.

Diese Provisionseinnahme gibt Airberlin an seine Kunden weiter, indem sie Cashback in Form von Meilen auszahlen. Bei Lieferando erhält man 2 Meilen pro 1 Euro Umsatz. Bei Amazon sind es – je nach Kategorie – 1 bis 3 Meilen pro 1 Euro Umsatz.

Wenn ich also meinem Freund Niccolò einen Affiliatelink schicke und er für 100 Euro Produkte in seinen Warenkorb legt, erhalte ich in der Kategorie Beauty 7% Provision. Also 7 Euro.

Schicke ich ihm hingegen den Link mit meiner TopbonusaffiliateID, so erhält Airberlin 7 Euro Provision und vergütet mir diese Empfehlung mit 3 Meilen (in der Kategorie Beauty) pro 1 Euro Umsatz. Ergo 300 Meilen für 7 Euro.

Ich zahle also pro Meile 2,3 Cent.

Im Vergleich könnte ich 300 Meilen für 6 Euro bei Airberlin einkaufen (2ct pro Meile) oder auf Ebay für 3 Euro einkaufen. Der Trick ist aber, dass mein Freund Niccolò das Geld sowieso ausgegeben hätte.

So bietet sich die Überlegung an, künftig Affiliateseiten zu erstellen, mit der Absicht Meilen, statt Affiliateprovision zu generieren.

Das lohnt sich aber nur bedingt, da ich mit der erwirtschafteten Provision zu einem günstigeren Preis Meilen hätte einkaufen können. Selbst wenn ich die Meilen nur erwirtschafte, um sie anschließend auf eBay zu verkaufen, mache ich weniger Gewinn, als hätte ich die Affiliateprovision selbst eingesteckt.

Das wird besonders in anderen Kategorien deutlich. Zum Beispiel zahlt Amazon in der Kategorie Gepäck 10% Provision, Airberlin aber nur 1 Meile auf 1 Euro Umsatz.

Kauft über meine Affiliateseite pro Tag jemand für 1.000 Euro, so hätte ich 100 Euro Provision gemacht, bekomme aber „nur“ 1.000 Meilen. Für 100 Euro hätte ich hingegen 5.000 Meilen einkaufen können (von Airberlin direkt, auf Ebay hätte ich sogar 10.000 Meilen für meine 100 Euro bekommen). In diesem Fall kostet mich die erwirtschaftete Meile (exklusive meiner aufgebrachten Arbeitszeit) 10ct pro Meile.

Aber Achtung! In den Produktkategorien Fernseher, Heimkino, Smartphones und Handys zahlt Amazon lediglich 1% Verkaufsprovision. Airberlin hingegen 1 Meile pro Euro Umsatz. Hier ergäben 1.000 Euro Umsatz 1.000 Meilen versus lediglich 10 Euro Affiliateprovision. Der Meilenpreis läge hier also bei seinem Tiefstand von 1 Cent pro Meile. Immer noch zu teuer um am Weiterverkauf zu verdienen. Doch lukrativ, um sie selbst zu nutzen.

Amazon Affiliate Provision

Aktuelle amazon Partnernet Affiliateprovision nach Kategorien. Siehe hier: Partnernet.

Gleichzeitig muss ich aber Arbeit berechnen, die ich aufbringe, wenn ich die Affiliateseite erstelle, pflege und entsprechend Traffic erzeuge.

Etwas einfacher kommt man an Meilen über den Deal mit Baur. Normalerweise erhält man pro 1 Euro Umsatz in einem Onlineshop x Meilen. Bei Baur bekommt man allerdings – unabhängig vom Umsatz – 500 Meilen pro Einkauf.

Nachdem ich das gesehen hatte, bin ich erstmal auf Baur gegangen. In die Kategorie Tiernahrung => sortieren nach Preis und habe Hundeleckerchen gekauft. 500 Meilen für 7,99 Euro. Das macht 1,55 cent pro Meile. Immer noch teurer als auf eBay einzukaufen aber einen glücklichen (jetzt leider übergewichtigen) Hund gibt es inklusive. Das Problem mit den Versandkosten umgeht man hierbei über die Baur Versandkostenflatrate. 15 Euro einmalig und man erhält 1 Jahr lang versandkostenfreie Lieferung. Da habe ich natürlich sofort zugeschlagen und werde jetzt regelmäßig Hundeleckerchen, Socken etc. bei Baur bestellen. Dafür erhalte ich jedes Mal 500 Meilen. Für 500 Meilen hätte ich bei Amazon ~155-500 Euro Umsatz machen müssen.

Anmerkung: Baur selbst zahlt in ihrem Affiliateprogramm zwischen 6 und 10 Euro Provision pro Sale. Die Provision ist gestaffelt, daher erhält man als besonders erfolgreicher Affiliate mehr Provision auf alle Sales. Die Topbonus Affiliateid zu verwenden kann sich also nur lohnen, wenn man eher weniger Sales bei Baur generiert. 500 Meilen versus 6 Euro Provision bedeuten 1,2 Cent pro Meile. Ein guter Deal! Ein »Superaffiliate« kann es bei Baur auf bis zu 10 Euro pro Sale bringen. Ergo: 2ct. pro Meile, wenn er seinen Traffic stattdessen zu Airberlin leitet. Kein guter Deal!

Einen ähnlich spannenden Deal bietet Weinzeche. Hier erhält man pro Euro Umsatz ganze 10 Meilen.

Stellen wir uns eine Facebook oder Instagramaffiliateseite vor, die regelmäßig Weinempfehlungen postet (mit Topbonus Affiliatelink).

Der durchschnittliche Warenkorb beträgt bspw. 75 Euro. Man erhielte also pro Bestellung 750 Meilen. Bei 5-10 Bestellungen pro Tag ergäbe das 3.750-7.500 Meilen. Im Schnitt 5.000 Meilen pro Tag. 150.000 Meilen im Monat, die man wiederum auf eBay für 1.500 Euro monatlich verscherbeln könnte oder selbst in Freiflüge investieren könnte.

Gleichzeitig würde man aber via Weinzeches Affiliateprogramm auf die 500 Euro Tagesumsatz 10% (50 Euro) Affiliateprovision erhalten. Es lohnt sich also nicht.

Interessant wird es aber, wenn man die Empfehlungen auf der Affiliateseite mit Affiliatelinks vermischt, an denen man selbst verdient. Jetzt lohnt es sich, Werbung einzukaufen und so viel einzunehmen, dass sich die Werbekosten decken. Dann verbinden wir den passiven Meilenkreislauf (der nur dazu dient die Kosten zu decken und gleichzeitig weitere Meilen zu generieren) mit den zusätzlichen Meilen, die wir über Affiliatelinks mit Topbonus ID erhalten.

Im Endeffekt ist auch das wieder eine Spielerei, die in den meisten Fällen den Aufwand nicht wert ist. Wer sich das Geld aus den Affiliateseiten einfach einsteckt und es dann für – auf eBay gekaufte Meilen – ausgibt oder noch besser: Den Flug einfach bezahlt und später von erflogenen Meilen Freiflüge kauft, kommt günstiger Weg.

Aber für mich ist es, immer wieder cool darüber nachzudenken welche Möglichkeiten das System mir bietet um von meinem eigentlichen Handwerk zu profitieren.

Wer also ebenfalls zu viel Zeit übrig hat: Viel Spaß beim Affiliateseiten basteln.

P.S.: Wenn alle Stricke reißen, bleibt uns noch Lieferando. Man stelle sich folgende Rechnung vor: Für eine Party mit 15 Gästen wird Pizza bestellt. Im Wert von 10 Euro pro Gast. Alle haben ihr Geld passend dabei. Der Gastgeber bestellt online Pizza, bezahlt sie mit seiner Airberlinvisacard und sammelt das Geld von seinen Gästen in bar ein. Er erhält 300 Meilen von Lieferando, 150 Meilen über den Kreditkartenumsatz (zusätzlich 150 Statusmeilen!) also 450 Meilen und gebührenfrei abgehobenes Bargeld! Wie viele Partys benötigt man für einen Freiflug? Und wer ist am Ende fetter der Gastgeber oder sein Hund?

Sam
 

Ich bin Sam. Bei mir dreht sich alles darum, wie ich Schwachstellen und Lücken finden kann, um mein Leben extravaganter zu gestalten. Ich lebe die meiste Zeit in Hotels oder auf einer Mittelmeerinsel. Ich mag Anzüge, Bücher und gutes Essen. Außerdem habe ich mal viel Geld mit eBooks verdient, bis Amazon es mir verboten hat!

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