PickUp und Aussehen

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Ganz oft lese ich Fragen wie: „Muss ich gut aussehen für PickUp?“ oder „Muss ich groß, breit gebaut und durchtrainiert sein, um bei Frauen Erfolg zu haben?“ und „Spielt Aussehen für PickUp überhaupt eine Rolle?“

Warum sehen viele Naturals (PickUp Jargon für Männer, die von Natur aus erfolgreich bei Frauen sind also „Naturtalente“) oft überdurchschnittlich gut aus? Ist es nur das Aussehen, was ihr Game gut macht?

Die erste Frage, die wir klären wollen ist:

Was ist gutes Aussehen?

Es gibt bestimmte Schönheitsideale. In der Regel bevorzugen viele Frauen Männer, die einem bestimmten Schönheitsideal entsprechen. Groß, schlank bzw. athletisch, symmetrische Gesichtshälften. Das ist erstmal Fakt und lässt sich nicht wegdiskutieren. Es bedeutet aber nicht, dass du keinen Erfolg haben kannst, wenn du diesen Idealen nicht entsprichst.

Zum Einen gibt es auch Ausnahmen. Es gibt Frauen, die stehen auf dicke Männer. Es gibt Frauen, für die kommt ein Asiate nicht in Frage und sie wollen unbedingt einen Latino und andere wollen einen rothaarigen mit Bart. Aber das ist gar nicht mal so wichtig. Denn diese Ideale unterliegen oft einem Modewandel. Darauf werden wir später noch mal genauer eingehen.

In unserer politisch korrekten Erziehung wurde uns immer wieder eingetrichtert, dass Aussehen keine Rolle spielt. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Natürlich ist es vollkommen egal, wie groß jemand ist, welche Haar oder Augenfarbe er hat usw. Das ist egal, weil die Person nichts dazu kann. Und von Faktoren, auf die der andere keinen Einfluss hat, können wir nicht auf seine inneren Werte oder seinen Charakter schließen. 

Worauf wir bei unserem Aussehen Einfluss haben

Doch diese „Faktoren ohne Einfluss“ machen nur einen sehr kleinen Prozentsatz aus. Den größten Teil unserer Aussehens machen tatsächlich Faktoren aus, auf die wir Einfluss haben! Diese Faktoren verraten eine ganze Menge über uns und beeinflussen auch unsere Attraktivität.

Der Kommunikationsforscher Paul Watzlawick hat mal gesagt: „Man kann nicht nicht kommunizieren“ das bedeutet, dass du immer eine Botschaft sendest.

Wenn du zwei Personen begegnest. Der eine trägt ein schmutziges T-Shirt, hat dreckige Fingernägel, Schweißflecken unter den Armen und fettige Haare. Der andere trägt saubere Kleidung und wirkt insgesamt gepflegt.

Was glaubst du:

  • Wer hat sein Leben mehr unter Kontrolle?
  • Wer hat mehr Selbstwertgefühl?

Wir ziehen unterbewusst immer Schlüsse. Damit können wir natürlich völlig falsch liegen. Aber ein Teil in uns denkt: „Hey, wenn diese Person es noch nicht mal schafft sich saubere Sachen anzuziehen, bevor sie das Haus verlässt. Wieso sollte sie sonst die Kontrolle über ihr Leben haben? Da muss doch irgendwas echt im Argen liegen…“

Gleichzeitig denken wir aber auch: „Wow. Diese Person scheint nicht besonders viel Respekt vor sich selbst zu haben, wenn ihr so egal ist, wie sie rumläuft…“

Innere Werte <=> Äußere Werte

Vieles, was in unserem Inneren vorgeht und was uns wichtig ist, spiegeln wir nach außen. Wenn du dich einer bestimmten Musikszene zurodnest, dann zeigst du das (in deiner Freizeit) vielleicht in deiner Kleidung. z.B. durch Band T-Shirts. Du benutzt das Aussehen also direkt, um Sachen über dein Innenleben zu verraten.

Wir schließen ständig von dem, was wir sehen, auf bestimmte „unsichtbare Werte“. Geh mal auf Events, wo sich Menschen mit gleichen Interessen treffen wie die Gamescon oder ein Konzert. Die Leute, die da sind, sind sich optisch – von dem wie sie sich stylen – alle irgendwie ähnlich. Zumindest gibt es Überschneidungen. Auf der Gamescon fällt ein 40 jähriger Mann im Anzug eher auf. Er passt irgendwie nicht ins Bild. Auf einem Rammstein Konzert würde eine Blondine in kurzem Partydress und hohen Schuhen mit langen pinken Fingernägeln genau so auffallen.

Wenn du durch die Stadt läufst und ein Kerl in zerrissenen Jeans mit bunten Haaren auf dich zukommt, gehst du im ersten Moment davon aus, dass er dich um Geld fragen will.

Du hast verstanden, worauf ich hinaus will. Wir kommunizieren mit unserer Kleidung und unserem Style insgesamt die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe.

Doch es geht noch weiter. Wir kommunizieren gewissermaßen auch „unsichtbare Werte“. Das liegt daran, dass die Menschen im Laufe der Evolution gelernt haben, dass sie sich auf bestimmte „fälschungssichere Signale“ verlassen müssen.

Fälschungssichere Signale

Wenn dir jemand erzählt, dass er sehr viel Geld hat. Glaubst du ihm dann eher, wenn er Jeans und T-Shirt trägt oder wenn er teure Markenklamotten anhat?

Wenn dir jemand erzählt, er achte sehr auf seinen Körper und seine Gesundheit. Glaubst du ihm dann eher, wenn er übergewichtig ist oder wenn er normalgewichtig ist?

Wenn dir jemand erzählt, dass er sehr diszipliniert ist und niemals eine Sporteinheit auslässt, glaubst du ihm dann eher, wenn er durchtrainiert und muskulös ist oder wenn er unsportlich aussieht?

Natürlich gibt es sehr viele Ausnahmen zu diesen „Regeln“. Viele Millionäre tragen T-Shirts und Jeans und Markenklamotten sind oft gefälscht. Auch Menschen, die sehr auf gesunde Ernährung achten könnten (z.B. aufgrund von Krankheiten) übergewichtig sein usw. Aber mal ganz ehrlich. Es ist zumindest wahrscheinlicher, dass an den Aussagen einer Person etwas dran ist, wenn es dafür auch äußerliche Indizien gibt, oder?

Unser Unterbewusstsein ist durch die Evolution darauf programmiert solche äußeren Signale sofort zu erkennen und sie auf bestimmte „unsichtbare Ursachen“ zurückzuführen. 

Die meisten attraktiven Merkmale, die wir an Menschen wahrnehmen, finden wir attraktiv, weil wir sie unterbewusst für die Folgen von attraktiven Ursachen halten!

  • Sportliche Menschen finden wir attraktiv, weil sie kommunizieren: ich achte auf meinen Körper!
  • Reiche Menschen finden wir attraktiv, weil sie kommunizieren: ich bin ein Gewinner, der weiß, wie er seine Ziele erreichen kann
  • Modische Menschen finden wir attraktiv, weil sie kommunizieren: ich bin sozial intelligent und weiß mich anzupassen
  • usw.

Alles, was wir äußerlich wahrnehmen wird von uns direkt in eine Schublade gesteckt. Das lässt sich leider auch nicht ausstellen. Und es gibt nur zwei Schubladen: „sichert das Überleben, die Fortpflanzung und garantiert sozialen Aufstieg“ und „macht mir das Leben schwerer und bedeutet sozialen Abstieg“

Bevor du jetzt schreist, dass das grausam und nach Sozialdarwinismus klingt, denk daran, dass du immer noch einen freien Willen hast, um dich zu entscheiden.

Du kannst die Informationen, die du über andere Menschen hast unterschiedlich gewichten. In der Steinzeit wäre dein übergewichtiger Kumpel vielleicht ausgeschlossen worden, weil er auf der Jagd nur eine Belastung ist, statt zu helfen. Doch in der zivilisierten Gesellschaft wissen wir, dass es darauf einfach nicht ankommt. Wir schätzen Menschen für ihren Humor, ihre Intelligenz, ihr Einfühlungsvermögen.

Das ändert aber nichts daran, dass wir unterbewusst erstmal auf bestimmte „unsichtbare Ursachen“ schließen.

Es ist übrigens erschreckend, wie oberflächlich und dumm Menschen sind. Weiter unten habe ich ein paar Studien zusammengetragen, die den Einfluss von Aussehen auf unsere Entscheidungen noch stärker beleuchten. 

Du kannst das Spiel nicht ändern, aber du kannst die Regeln für dich nutzen, also ließ weiter!

Spielt Aussehen eine Rolle für PickUp?

Wenn du bis hierhin gelesen hast, wird dir klar sein: Natürlich spielt Aussehen eine Rolle! Denn mit deinem Aussehen kommunizierst du bestimmte Sachen! Wir konzentrieren uns hierbei aber ganz bewusst auf die Faktoren, auf die du Einfluss hast. Auf deine Größe, deine Augenfarbe, deine Gesichtszüge usw. hast du keinen Einfluss. Aber auf viele andere Sachen hast du einen direkten Einfluss. Zum Beispiel auf deine Fitness, auf deine Kleidung, auf deine Körpersprache usw.

Du musst also immer überlegen: Was will ich kommunizieren und tue ich das gerade mit meinem Äußeren?

 

  1. Überlege, welche Frauen dir normalweise zusagen. Was hört sie für Musik, wo hält sie sich gern auf, was macht sie in ihrer Freizeit? Was ist ihr wichtig?
  2. Überleg, auf welche Art von Männern diese Frauen normalerweise stehen
  3. Jetzt überlegst du, welche dieser Werte du ebenfalls verkörperst. Wo gibt es Überschneidungen?
  4. Was davon kommunizierst du bereits mit deinem Aussehen? Was kannst du anders kommunizieren?

Ich will damit nicht sagen, dass du keine Chance bei einer Frau hast, die einen vollkommen anderen Style hat als du. Aber dir muss klar sein, dass du oft erstmal auf Skepsis triffst, wenn du vollkommen anders aussiehst, als die Männer, die sie normalerweise datet.

Wie wichtig ist Ähnlichkeit?

Ein kleiner „Hack“ der eigentlich offensichtlich sein sollte, aber oftmals unterschätzt wird ist die Macht der Ähnlichkeit. Menschen fühlen sich wohl in ihrer Comfortzone. Vor fremdem fürchten sie sich. Entsprechend finden wir Menschen, die uns – optisch – ähnlich sind oftmals sympathischer. Wir gehen davon aus, dass jemand – der die selbe Kleidung trägt – oftmals auch ähnliche Werte hat wie wir. Und oft stimmt das ja sogar auch. Vielleicht hast du schon mal die Erfahrung gemacht, dass du jemanden auf einer Party siehst, und anhand seines Auftretens kannst du dir direkt schon denken, über welche Themen man mit ihm reden könnte.

 

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In einer Studie aus dem Jahr 1970 (Emswiller, Deaux & Willits, 1971) hatten sich die Versuchsleiter entweder „konservativ“ oder „auffallend“ gekleidet und baten Studenten auf dem Campus um ein 10 Cent Stück zum Telefonieren.

Waren die Fragenden genau so gekleidet wie die Studenten, die sie um Geld baten, bekamen sie das Geld in 2/3 der Fälle. Waren sie unterschiedlich gekleidet in weniger als der Hälfte der Fälle.

In einem anderen Experiment (Suedfeld, Bochner & Matas, 1971) wurden Personen um eine Unterschrift unter einer Petition gebeten. Auch hier wurden signifikant mehr Unterschriften gesammelt, wenn eine äußerliche Ähnlichkeit zwischen der Person, die ansprach und der, die angesprochen wurde, bestand.

Halo-Effekt: Von „gutem Aussehen“ auf andere „gute“ Werte schließen

Es wird noch krasser. Der so genannte Halo Effekt besagt, dass wir Menschen, die eine herausstehende gute Eigenschaft (z.B. überdurchschnittlich gutes Aussehen) besitzen auch andere positive Attribute zuschreiben.

Ich habe ja oben schon erklärt, dass wir oft die „Abkürzung“ nehmen und von äußeren Werten auf innere Werte schließen. In den meisten Fällen schießen wir dabei über das Ziel hinaus. 

Der Halo Effekt ist ein guter Beweis dafür. Er besagt, dass wir attraktive Menschen oft auch für intelligenter, erfolgreicher, lustig, sozial verträglicher usw. halten. Wir schreiben ihnen diese Attribute einfach zu. Und das obwohl es keinen Zusammenhang zwischen symmetrischen Gesichtsformen und Intelligenz oder guten Charaktereigenschaften gibt.

Eine Untersuchung von Efran & Patterson (publiziert 1976) über die kanadische Präsidentschaftswahl im Jahre 1974 fand heraus, dass attraktive Kandidaten mehr als 2,5 mal so viele Stimmen erhalten hatten wie unattraktive.

Das wirklich spannende ist aber, dass sich die meisten Wähler nicht einmal darüber bewusst waren, dass sie gut aussehende Kandidaten bevorzugten. 73% der befragten Wähler gaben an, dass ihre Entscheidung nichts mit dem Aussehen der Kandidaten zu tun hatte. Lediglich 14% gaben zu, dass sie zumindest nicht ausschließen konnten, dass sie nicht durch die Optik beeinflusst wurden.

Was aber noch viel erschreckender ist, eine Studie von Stewart aus dem Jahre 1980. Hier wurde die Attraktivität von 74 männlichen Angeklagten vor einem Strafprozess eingeschätzt. Anschließend wurde das Strafmaß mit der geschätzten Attraktivität in Relation gesetzt. Das Erschreckende: Gut aussehende Männer wurden häufiger zu leichteren Strafen verurteilt und entgingen Gefängnisstrafen doppelt so häufig, wie unattraktive Angeklagte.

Es geht sogar noch weiter. In einem Experiment (Kurtzburg, Safar & Cavior, 1968) wurde ein Teil der Männer in einem New Yorker Gefängnis mit entstellten Gesichtshälften einer Schönheitsoperation unterzogen. Der andere Teil der Insassen wurde nicht operiert. Anschließend durchliefen alle Männer die gleichen Resozialisierungsmaßnahmen. Nach der Entlassung stellte sich heraus, dass diejenigen, die sich einer Schönheitsoperation unterzogen hatten, zu einem deutlich geringeren Teil erneut inhaftiert wurden.

Einerseits kann man jetzt damit argumentieren, dass die „jetzt attraktiveren Männer“ vielleicht einfach nicht mehr so hart bestraft wurden, wenn sie erneut straffällig geworden sind und so einer Gefängnisstrafe entgingen. Andererseits legen genug Studien nahe, dass „gut aussehende Menschen“ es im Leben leichter haben. Es kann also genau so sein, dass die Männer, die noch immer entstellt waren weniger Chancen auf eine ehrliche Arbeit hatten und so erneut wieder in die Kriminalität rutschten. Wohingegen man den „attraktiveren Männern“ lieber eine zweite Chance gab.

Wir können also zusammenfassen:

  • bestimmte Äußerlichkeiten sind attraktiver als andere
  • auf manche davon hast du keinen Einfluss
  • auf viele andere schon
  • besonders wichtig ist, zu verstehen welche Äußerlichkeiten i.d.R. mit „unsichtbaren Faktoren“ gleichgesetzt werden
  • überlege wie du die Werte, die dir persönlich wichtig sind, durch dein Äußeres kommunizieren kannst
  • Menschen denken oft, dass du auch ähnliche Charaktereigenschaften und Werte hast, wie andere Menschen, denen du optisch ähnelst!

Wieso sehen „Naturals“ meistens gut aus?

Das Experiment über die Gefängnisinsassen bringt uns zu einem weiteren spannenden Punkt. Oft sehen Männer, die offensichtlich ganz natürlich gut mit Frauen sind, überdurchschnittlich gut aus. Sie haben aber nicht nur gutes Aussehen, sondern häufig auch gutes „Game“? Sie sind witzig, kommen sozial gut an und scheinen ganz natürlich Erfolg bei Frauen zu haben. Wie kommt das?

Zum einen ist da wieder Halo-Effekt. Sind diese Männer wirklich besser im „Game“ oder schreiben wir ihnen diese Attribute nur zu, weil sie gut aussehen?

Gehen wir mal davon aus, dass sie wirklich besser sind. Dann liegt dieser „Vorsprung im Game“ meiner Meinung nach vor allem an positiver Verstärkung.

Malcolm Gladwell beschreibt in seinem Buch „Überflieger: Warum manche Menschen erfolgreich sind – und andere nicht“, dass erfolgreiche Eishockeyspieler gehäuft am Anfang des Jahres Geburtstag haben.

Er argumentiert, dass die Kinder in Sportmannschaften nach Jahrgängen zusammengefasst werden. Daraus folgt, dass diejenigen, die Anfang des Jahres Geburtstag haben immer einen Entwicklungsvorsprung denen gegenüber haben, die später im Jahr Geburtstag haben. Diese Kinder sind also schneller, konzentrierter, meistens auch größer. Daraufhin werden sie häufiger vom Trainer gelobt, bekommen Anerkennung und bleiben dadurch motivierter. Später kommt ihnen durch diesen Vorsprung spezielles Training zu Teil.

Der ursprüngliche Ausgangspunkt war also einfach ein Zufall, an den sich eine Menge positiver Verstärkung anschließt und dafür sorgt, dass die Spieler langfristig motiviert bleiben und sich mehr zutrauen.

So geht es „gut aussehenden Männern“ häufig auch. Sie sind es gewohnt, dass sie es leichter haben mit Frauen ins Gespräch zu kommen. Dadurch entwickeln sie ganz natürlich mit den Jahren mehr Game. Nicht, weil sie automatisch witziger, intelligenter, selbstbewusster wären als andere. Sondern viel mehr, weil viele „unattraktive Verhaltensweisen“ oft erst zum Vorschein kommen, wenn man es sowieso schwer hat. Attraktivität hat in der Praxis viel mehr damit zu tun, etwas unattraktives (z.B. aufdringlich oder bedürftig sein) nicht zu machen, als damit etwas attraktives zu tun.

Wer es gewohnt ist, dass Frauen ganz natürlich positiv auf ihn reagieren, der wirkt weniger unsicher und ist weniger aufdringlich. Das führt dazu, dass er auch allgemein mehr „Game“entwickelt.

Was, wenn du wirklich nicht gut aussiehst? Verwandle „Nachteile“ in Vorteile

Niemand ist perfekt und manche Menschen haben mehr Glück mit ihrer Genetik, andere weniger. Manche haben das Glück, dass sie den perfekten Stoffwechsel haben und essen können, was sie wollen, ohne dick zu werden. Bei anderen führt eine Tüte Chips direkt zu 5 Kilo mehr auf der Waage. Manche entsprechen ganz von selbst dem aktuellen Schönheitsideal. Sie sind groß, breit gebaut, haben eine tiefe Stimme, symmetrische Gesichtszüge… andere eben nicht.

Ich habe dir oben schon erklärt, dass es viel mehr darauf ankommt, was du aus den Sachen machst, auf die du Einfluss hast. Aber ich will dir noch etwas verraten.

Du kannst „offensichtliche Nachteile“ in Vorteile verwandeln. Wenn du zum Beispiel dick oder unterdurchschnittlich groß bist oder einfach kein „schönes“ Gesicht hast.

Oben habe ich schon angerissen, dass wir evolutionär darauf programmiert sind nach „sicheren Signalen“ zu suchen. Wir versuchen immer „Beweise“ für die Vermutungen zu finden, die wir aufgestellt haben. Wenn du jemanden in einem Porsche siehst, dann ist das für dein Unterbewusstsein ein „sicheres Signal“, dass er Geld hat und vermutlich erfolgreich ist. Denn jemand ohne Geld, könnte keinen Porsche fahren. So die Theorie. In der Praxis kann der natürlich auch nur geliehen sein. Aber unser Unterbewusstsein ist sehr manipulationsanfällig (ein spannender Artikel dazu ist dieser hier: Menschen ganz leicht beeinflussen &#8211; Fixed Action Patterns). Wenn du einen Mann, umgeben von schönen Frauen, siehst dann denkst du: „wow der muss es draufhaben. Der scheint bei Frauen gut anzukommen, er ist attraktiv“ dein Unterbewusstsein überlegt nicht groß: „oh vielleicht sind das seine Schwestern…“ es denkt sehr einfach und zieht den Schluss, dass diese Frauen alle etwas von ihm wollen.

Wenn du also Dinge an deinem Äußeren hast, von denen man denken könnte, sie würden deine Attraktivität hemmen. Bspw. Übergewicht oder unterdurchschnittliche Größe, und du hast trotzdem Erfolg bei Frauen, dann wirkt dieser „Nachteil“ auf das Unterbewusstsein anderer wie ein Turboantrieb.

Ist ein überdurchschnittlich attraktiver Mann von vielen Frauen umgeben, denken die Leute: „Okay, natürlich finden die ihn geil. Er sieht ja auch gut aus!“

Ist ein normal attraktiver Mann von vielen Frauen umgeben, denken sie: „Okay, der muss es drauf haben. Er scheint das gewisse Extra zu haben“

Aber ist ein Mann, der irgendwie durch Abweichungen vom Schönheitsideal auffällt, von vielen Frauen umgeben, denken die Leute: „Wow, wer ist der Typ? Es scheint die Frauen überhaupt nicht zu stören, dass er xy ist… das muss ein richtiger Player sein!“

Wenn du also dick bist, schlechte Haut hast, whatever. Bedenke immer, dass nur die „Einstiegshürde“ für deinen Erfolg bei Frauen größer ist. Hast du diese Einstiegshürde überwunden, gibt dir dein „Nachteil“ sogar einen Boost!

Fazit

Du siehst also. Aussehen spielt sehr wohl eine Rolle. Du kannst eine ganze Menge herausholen, wenn du deine Optik optimierst. Vor allem, wenn du deine „Zielgruppe“ genauer kennst und dich ihr entsprechend angleichst. So kannst du es dir leichter machen. Natürlich kannst du auch in einem Designeranzug eine Punkerin verführen, aber du wirst es viel leichter haben, wenn du dich optisch anpasst. Überlege immer was für Frauen du verführen möchtest und was du mit deinem Äußeren (insbesondere der Kleidung) signalisierst.

Mode ist ein Ausdruck von sozialer Intelligenz. Denn wir zeigen damit, dass wir verstehen, was unser Aussehen kommuniziert und dass wir uns zu einer bestimmten Gruppe zugehörig fühlen und uns in diese Einpassen können. Bedenke das!

Peacocking ist zwar hin und wieder nice, aber nicht immer alltagstauglich! Viel wichtiger ist die Perspektive des anderen einzunehmen und zu überlegen, was du mit deinem Style und deinem Aussehen kommunizierst. Vor allem welche Werte du kommunizierst und wie man dich – wenn man dich so auf der Straße sieht – einschätzen würde.

Gutes Aussehen kann dir vieles einfacher machen. Lies dazu auch mal hier: Frank W. Abagnale &#8211; Die wahre Geschichte hinter Catch me if you can

Sam
 

Ich bin Sam, 27, Reisender und zur Zeit „obdachlos auf ganz hohem Niveau“. Ich habe mal sehr viel Geld mit eBooks verdient, bis Amazon es mir verboten hat.