Jeden Freitag neue Buchtipps

Es gibt nicht viel Regelmässigkeit in meinem Leben. Eigentlich gar keine. Aber eins ist sicher: Jeden Freitag schreibe ich eine Mail an meine Kontakte, in denen ich ihnen for free mindestens einen guten Buchtipp gebe zusammen mit der Info, wieso dieses Buch oder die Bücher für mich so wertvoll sind. Eintragen lohnt sich.


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Der Weekender – Richtig und stilvoll packen

15 Nächte. Das ist die Zeit, die ich in meiner Wohnung schlafe. In einem Monat, wo ich wirklich viel zu Hause bin. Sonst sind es im Schnitt zwischen 5 und 10 Nächte. Nicht mal 1/3 der Zeit, schlafe ich in meinem eigenen Bett und sehr oft komme ich nur für eine halbe Stunde nach Hause um Sachen umzupacken. Ich bin wirklich viel unterwegs.

15.000 Kilometer. Das ist die Entfernung, die ich in einem ganz normalen Monat zurücklege.

100 Stunden. Die Zeit, die ich durchschnittlich monatlich in Zügen verbringe.

In den letzten Jahren habe ich mir eine Reihe von „Routinen“ angeeignet um schneller packen zu können bzw. die Sachen, die ich mit mir rumschleppe auf das Wesentliche zu minimieren und trotzdem einigermaßen Stilvoll zu reisen.

Ich hasse Koffer, weil sie sehr sperrig sind und es ist fast unmöglich mit einem Rucksack ein bestimmtes Stil-Grundniveau zu erreichen. Wenn ich Wochenlang durch südliche Länder laufe, nur in Shorts, T-Shirt und FlipFlops bekleidet, dann ist ein Rucksack das Medium meiner Wahl. Aber nicht, wenn ich in Großstädten unterwegs bin. Ich gehe viel zu Fuß, ich fahre viel U-Bahn und Zug. Da eignet sich weder ein Rucksack (den bitte niemals jemand mit einem Anzug trägt!), noch ein Koffer. Koffer sind einfach nicht flexibel genug. Ich bin deswegen bei einem Weekender gelandet. Das ist eine sehr flexible Reisetasche, die nicht zu groß ist und die man notfalls auch sehr gut mit einem Koffer kombinieren kann.

Wichtig waren mir hier folgende Punkte:

Die Tasche muss flexibel sein, so dass sie nicht zu sperrig ist. Ich muss sie gut verstauen können und als Handgepäck mit ins Flugzeug nehmen können (ich reise am liebsten nur mit Handgepäck).

  • Sie soll stylish sein und sich gut kombinieren lassen. Sowohl zu Jeans+T-Shirt als auch zu einem Anzug.
  • Sie sollte kein zu hohes Eigengewicht haben.

Ich bin jetzt bei einem Lederweekender von Scotch&Vain* gelandet. Der Preis ist unschlagbar und ich bin optisch wirklich sehr zufrieden.

Allerdings hat diese Tasche schon ein recht hohes Eigengewicht, das sollte man bei LederWeekendern immer berücksichtigen.

Ein weiterer Nachteil ist, dass man Leder nicht so gut reinigen kann wie Stofftaschen.

Einmal habe ich meine Tasche im ICE auf der Kofferablage verstaut und nach ein paar Stunden Fahrt wieder hervorgeholt, dann erst ist mir aufgefallen, dass offensichtlich irgendein anderer der Mitreisenden eine Büchse Sardinen in seinem Gepäck hatte, die ausgelaufen ist. Der Fischgeruch war nun auch in meiner Tasche. Glücklicherweise gibt es in der ersten Klasse einen Haufen kostenloser Zeitungen und die BILD-Zeitung hat sich endlich mal richtig nützlich machen können, als ich damit meine Tasche ausgelegt habe. Es ist ne lustige Geschichte und die Tasche ist langfristig nicht so versaut gewesen, wie man meinen könnte. Aber man kann sie eben nicht – wie eine Stofftasche – einfach in die Waschmaschine hauen. Etwas blöd finde ich auch, dass das Innenfutter nicht rausnehmbar ist.

Was ist in meiner Tasche?

Packing Cubes*

Diese Dinger erleichtern das Packen extrem. Wenn ich anfange zu Packen überlege ich als erstes wie viele Nächte ich weg bin, dann suche ich Unterwäsche, Socken und T-Shirts raus und stopf sie in einen dieser Beutel. Je nach Anlass kommen auch Hemden dazu, noch ne weitere Jeans etc. Hier kaufen*

Ich packe nie genug!

Mein Problem ist meistens, dass ich sehr spontan entscheide doch irgendwo zu übernachten oder länger bleibe, als ursprünglich geplant. Mindestens einmal im Monat gehe ich dann zu H&M und kaufe ein weißes oder ein schwarzes T-Shirt, Socken und Unterwäsche. In meinem Kleiderschrank befinden sich inzwischen über 30(!) schwarze T-Shirts und mindestens 10 weiße T-Shirts! Aber es gibt Abhilfe: Wenn der Kleiderschrank mal zu voll ist, kann man Basic T-Shirts wunderbar an Frauen verschenken. Der Satz „ich habe dir mein T-Shirt da gelassen“ ist der erste Schritt um aus einem One Night Stand eine regelmässige Affäre zu machen. #ProTipp

Reisegrößen im Klarsichtbeutel*

Für Flugreisen unabdingbar: ein wiederverschließbarer Klarsichtbeutel* mit einem Fassungsvermögen von höchstens 1 Liter. Da kann man einfach Gefrierbeutel nehmen oder wenn man es etwas hochwertiger mag, diese Reisebeutel mit Reißverschluss. Auch wenn ich nicht wegfliege habe ich den immer dabei und packe dort Reisegrößen von Deo, Duschgel etc. rein. In wiederauffüllbaren Flaschen. Das ist auf Dauer günstiger und nachhaltiger als immer wieder Reisegrößen zu kaufen. Außerdem gibt es eure Marke vielleicht nicht als Reisegröße. So ging es mir mit meinem Haargel. Das habe ich dann einfach in so ein „Reisecremedose“ abgefüllt. Das Set dazu gibt es bei dm oder in anderen Drogeriemärkten.

– Oropax uns Schlafmaske

Kopfhörer mit Noise Cancelling*

Wirklich praktisch für Flugreisen, aber auch im Zug um die Geräusche auszublenden. Etwas teuer, ich finde aber es lohnt sich. Wichtig: Die Batterien gehen schneller leer als man denkt, nimm immer eine Ersatzbatterie mit.

Kleidersack – Anzug und Schuhe

Wenn du einen Anzug mitnimmst, solltest du ihn entweder anziehen (nichts ist bequemer auf Reisen als eine Stoffhose!) oder du packst ihn in einen Kleidersack*. Den legst du am Ende oben auf den restlichen Kram.

Ein viel größeres Problem sind die Schuhe. Schuhe sind schwer und nehmen Platz weg. Im besten Fall ziehst du sie an, während du unterwegs bist. Lederschuhe kann man auch gut mit Jeans kombinieren.

Nachteil: Sie sind unbequem! Besonders auf längeren Reisen ist es immer geil, wenn man sie im Zug oder Flugzeug ausziehen kann. Wenn du lieber Turnschuhe tragen möchtest, nimm auf jeden Fall einen Schuhbeutel und Schuhspanner* mit! Die Schuhspanner solltest du in Lederschuhe immer reinmachen, wenn du sie nicht trägst. Dann bekommen sie keine Dellen. Ich empfehle dir Schuhspanner aus Holz, da sie die Feuchtigkeit aus den Schuhen ziehen. Bei Deichmann gibt es so eine Schuhpflege Dose. Sie enthält eine Bürste, auf der sich bereits Lederfett befindet. Damit kann man Schuhe quick n dirty ein wenig aufpolieren. Sie nimmt weniger Platz als ein Schuhpflegeset weg.

Notizbuch und Bücher

Wenn du schlau bist, lies auf einem eBook Reader. Ich bin nicht schlau. Ich habe eigentlich immer ein oder zwei Printbücher dabei. Die nehmen natürlich Platz weg, aber dafür spare ich an anderen Stellen. Ansonsten habe ich immer noch ein Notizbuch dabei. Notizen kann man natürlich auch auf dem Handy oder Laptop machen, aber ich mag es lieber handschriftlich. Außerdem spare ich so Akku.

Kameratasche für die DSLR

Wenn ich meine Kamera mitnehmen, packe ich eine Kameratasche mit in den Weekender. Die passt da sehr gut rein und nimmt wenig Platz weg, schützt die Kamera aber optimal. Du musst immer bedenken, dass die Wände der Weekendertasche sehr dünn sind, du wirst ständig irgendwo anstoßen, da ist es besser, wenn deine Kamera ein wenig gepolstert ist. So kann ich auch noch ohne schlechtes Gewissen ein oder zwei zusätzliche Objektive unterbringen.

MacBook

Mein Macbook schmeiße ich am Ende einfach oben drauf. Wenn du schlau bist: benutze ein Case! Aus Gründen, die ich bereits bei der Kamera erklärt habe.

Du siehst ich packe ein wenig nach dem Tetrisprinzip. Mir ist es wichtig möglichst klare „Kanten“ zu haben. Der Weekender ist einfach sehr „weich“. Er zwar eine eigene Form, aber da die Wände nicht sehr stabil sind, fällt diese in sich zusammen. Ich kann den Platz daher besonders stressfrei nutzen, wenn ich kantige Gegenstände packe. An den Seiten habe ich die Kameratasche und die Kopfhörer (in ihrem Reisecase), dann die Bücher und das Notizbuch. In der Mitte dann die Reisebeutel, Kleidersack, Macbook, Schuhe. Ladekabel und Stifte packe ich in die Seitentasche. Achte darauf, dass möglichst wenig einfach so in der Tasche herumfliegt, sonst suchst du dich tot. Pack Oropax und Manschettenknöpfe in den Flüssigkeitenbeutel. Die Schuhpflegedose und die Schuhspanner zusammen in einen Beutel.

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Bildquelle: Depositphotos.com @ apolobay

Sam
 

Ich bin Sam. Bei mir dreht sich alles darum, wie ich Schwachstellen und Lücken finden kann, um mein Leben extravaganter zu gestalten. Ich lebe die meiste Zeit in Hotels oder auf einer Mittelmeerinsel. Ich mag Anzüge, Bücher und gutes Essen. Außerdem habe ich mal viel Geld mit eBooks verdient, bis Amazon es mir verboten hat!

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5 Orte, an denen schreibe und arbeite - Sam Feuerstein - 14. November 2016

[…] du weißt inzwischen, dass ich wirklich viel unterwegs bin. Ich schlafe sogar fast nie in meinem eigenen Bett. Das ist GIFT für meine Produktivität. Denn ständig kommt etwas dazwischen. Ich versuche aber […]

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