Jeden Freitag neue Buchtipps

Es gibt nicht viel Regelmässigkeit in meinem Leben. Eigentlich gar keine. Aber eins ist sicher: Jeden Freitag schreibe ich eine Mail an meine Kontakte, in denen ich ihnen for free mindestens einen guten Buchtipp gebe zusammen mit der Info, wieso dieses Buch oder die Bücher für mich so wertvoll sind. Eintragen lohnt sich.


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Reziprozität

In einem Experiment aus dem Jahre 1971 sollten zwei Teilnehmer an einem Nachmittag Gemälde bewerten. Allerdings war nur einer der beiden ein echter Teilnehmer, bei dem anderen handelte es sich um einen Assistenten des Versuchsleiters. Dieser Assistent verschwand nach einiger Zeit und tauchte dann mit zwei Dosen Coca Cola wieder auf.

„Ich habe den Versuchsleiter gefragt, ob ich mir eine Cola holen könnte und da habe ich dir eine mitgebracht“

Am Ende des Tages erzählte der Assistent, dass er für eine Lotterie Lose verkaufe und fragte, ob der andere Teilnehmer welche kaufen wolle.

Das Spannende

In den Durchgängen, in denen der Teilnehmer eine Dose Cola bekommen hatte, kaufte er signifikant mehr Lose, als im Kontrollversuch. In der Regal gab er sogar doppelt so viel Geld für Lose aus, wie die Cola gekostet hatte!

Das nennt man Reziprozität und auch andere Experimente legen diesen Effekt nahe. So steigt das Trinkgeld, bis zu 23%, wenn der Kellner dem Gast ein Minzbonbon zur Rechnung beilegt und ihm noch ein zweites anbietet.

Und im Jahre 1975 verschickten Phillip Kunz and Michael Woolcott 578 Weihnachtskarten an zufällig ausgewählte Leute aus dem Telefonbuch und er erhielt von etwa 20% der Empfänger Antworten. Einige der Leute fügten sogar Familienfotos und Bilder von Haustieren an. Ist das nicht krass?

Warum funktioniert Reziprozität?

Reziprozität funktioniert, weil wir darauf konditioniert wurden, anderen Menschen etwas zurückzugeben. Wir investieren damit in unsere soziale Gemeinschaft. Wenn man früher von irgendetwas zu viel hatte und es seinen Freunden oder Bekannten kostenlos überlassen hatte, so konnte man sich darauf verlassen, dass man von ihnen ebenfalls etwas bekam, wenn bei ihnen einmal Überfluss herrschte.

Soziale Normen seit der Antike

In der Antike beschreibt schon die klassische griechische Sage von Philimon und Baucis, dass diejenigen, die am wenigsten haben, am meisten zu geben bereit sind.

Vor ein paar Jahren habe ich im Zug einen Mann kennengelernt, der viele Jahre für die vereinten Nationen in Entwicklungsländern gearbeitet hat. Er hatte mir erzählt, dass er in den ärmsten Ländern die größte Gastfreundschaft erlebt hat. Dort waren die Menschen viel eher bereit seinen Besitz zu teilen. Die Psychologie legt leider nahe, dass das nicht daran liegt, dass die Menschen generell einfach besser wären. Es ist tatsächlich ein sehr egoistischer Grund. Je ärmer jemand ist, desto stärker ist er auf das Wohlwollen der Gemeinschaft angewiesen. Er muss sich an ihre Spielregeln halten, großzügig und gastfreundlich sein, denn nur so kann er sicher sein, dass andere mit ihm genauso teilen würden. In unseren Erste-Welt-Ländern hingegen, sind die Menschen viel „unabhängiger“ sie haben es gar nicht mehr nötig freundlich und hilfsbereit zu sein, weil sie sich darauf verlassen können, dass es ein staatlich geregeltes Hilfsnetz gibt, wenn sie einmal arbeitslos oder pflegebedürftig werden.

Reziprozität im Marketing

Viele Onlineshops und Infomarketer arbeiten damit etwas umsonst zu geben und dem Kunden anschließend ein Produkt zum Kauf anzubieten. Der Kunde kauft dann eher, er hat ja schon etwas erhalten. Ähnlich mache ich es in meinem kostenlosen Manipulationsonlinekurs ja auch.

Ich gebe Infos for free raus und wer danach auf den Geschmack gekommen ist und mir gerne etwas dafür zurückgeben will, kann auch gerne das am Ende angebotene Produkt kaufen. Muss er aber nicht.

Sam
 

Ich bin Sam. Bei mir dreht sich alles darum, wie ich Schwachstellen und Lücken finden kann, um mein Leben extravaganter zu gestalten. Ich lebe die meiste Zeit in Hotels oder auf einer Mittelmeerinsel. Ich mag Anzüge, Bücher und gutes Essen. Außerdem habe ich mal viel Geld mit eBooks verdient, bis Amazon es mir verboten hat!

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