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Mai 18, 2016

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Heute möchte ich euch von Frank Abagnale erzählen, der wohl bekannteste und erfolgreichste Con Artist bzw. Social Engineer des 20. Jahrhunderts. Auf seinem Leben beruht der Film Catch me if you can, der mit Leonardo diCaprio in der Hauptrolle im Jahre 2002 verfilmt wurde.

[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“2,5 Millionen Dollar bis zu seinem 21. Lebensjahr!“ google_fonts=“font_family:Montserrat%3Aregular%2C700|font_style:400%20regular%3A400%3Anormal“][vc_column_text]

Frank Abagnale hatte in den 1960er Jahren eine Reihe von Schecks gefälscht. Insgesamt in einer Höhe von 2,5 Millionen Dollar. Bis zu seinem 21. Lebensjahr. Das ist unheimlich viel, vor allem für damalige Verhältnisse. Außerdem gab er sich als Arzt, Anwalt und Pilot aus. Seine Skills im Fälschen waren sicher gut. Er kannte sich mit der Chemie des Papiers und der Farben aus, er war sehr ordentlich und akkurat. Doch das allein garantierte seinen Erfolg nicht. Zum einen hat er eine Lücke im System gefunden. Er wusste, dass es eine zu lange Zeitspanne dauerte, um den Scheck zu der Bank zu schicken, die ihn ausgestellt hat, um hinterher zurückzuverfolgen, wer ihn eingelöst hatte. Jeder Scheck enthält die Nummer der Bank, bei der der Aussteller sein Konto hatte. Abagnale löste an der Westküste Schecks ein, die man zur Ostküste schicken musste und an der Ostküste machte er es umgekehrt. So konnte er sehr viel Zeit gewinnen. Der der eigentliche Risikofaktor ist immer der Mensch, denn er musste das Problem umgehen, dass die Bankmitarbeiter misstrauisch werden würden.

[/vc_column_text][vc_text_separator title=“Der soziale Kontext“][vc_column_text]

In den 1960er Jahren war ein Pilot ein Held. Niemand hätte sich jemals getraut ihm gegenüber anmaßend oder respektlos aufzutreten. Die Bankmitarbeiter waren von ihrer sozialen Konditionierung so geblendet, dass sie nicht genau auf die Schecks guckten und selbst wenn sie einen Verdacht gehabt hätten – die soziale Hürde einem Piloten Scheckfälschung zu unterstellen, war einfach zu groß. Der Bankmitarbeiter hätte für so eine Unverschämtheit seinen Job verlieren können, das Risiko wollte niemand eingehen.

[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/3″][vc_icon icon_fontawesome=“fa fa-star-o“ color=“orange“ size=“xl“ align=“center“][vc_custom_heading text=“Wie hat er das gemacht?“][vc_separator][vc_column_text]

Hierbei bediente er sich den Fixed Action Patterns, den automatischen Handlungsmustern. Wie das genau funktioniert erkläre ich dir in diesem Artikel.

[/vc_column_text][vc_separator][vc_custom_heading text=“HALO-EFFEKT“][vc_column_text]

Er benutzte gleichzeitig den Halo-Effekt, bei dem Menschen einer Person bestimmte Dinge aufgrund anderer Eigenschaften unterstellten. In seinem Fall trug er eine Pilotenuniform, wenn er seinen Scheck einlöste. Er trat sehr selbstbewusst auf und wirkte alles in allem wie ein echter Pilot. Daher unterstellte man ihm Gewissenhaftigkeit und Ehrlichkeit.

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Das funktionierte so gut, dass Abagnale Jahre damit durchkam und in die Geschichte als größter Conartist des 20. Jahrhunderts einging. Doch der Effekt „Kleider machen Leute“ ist auch in anderen Experimenten bewiesen worden.

[/vc_column_text][vc_custom_heading text=“Andere bekannte Experimente“ font_container=“tag:h2|text_align:center“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]

Den Einfluss von Autoritäten auf unser Handeln hatte auch Milgram in einem der bekanntesten Experimente des 20. Jahrhunderts untersucht. Oder Zimbardo im Stanford Prison Experiment. In diesem Experiment wurden Teilnehmer nach Zufallsprinzip in Gefängnisinsassen oder deren Wärter eingeteilt. Obwohl alle wussten, dass das nur ein zeitlich begrenztes Experiment war, verhielten sie sich – nur Aufgrund der Umstände und der Kleidung, die sie trugen – plötzlich wie echte Wärter und echte Insassen. Sie nahmen die soziale Rolle eines Insassen oder Wärters an. Die Wärter wurden schnell sadistisch, da sie mit der neuerhaltenden Macht nicht umgehen konnten und die Insassen perspektivlos.

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Über den Autor

Sam Feuerstein

Ich liebe es nach Abkürzungen zu suchen. Seit über 10 Jahren beschäftige ich mich mit Algorithmen von Google, Facebook, Amazon und anderen großen Konzernen, um das beste für mich herauszuholen.

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